Boo, das Steinpilzschwein
- Boo

- 25. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Mai
Oder: Warum manche Funde besser ungefressen bleiben.

Ich bin kein Schwein. Das möchte ich gleich vorweg sagen. Aber ich habe eins in meiner Gang (Marunde), und die kennt sich aus mit Glück. Weshalb ich ehrlich gesagt nicht verstehe, warum Marunde nicht arbeiten muss.
Immerhin heißt es Trüffelschwein. Und Trüffel sind ja auch Pilze.
Ich dagegen bin... Steinpilzhund. Und das nicht von Geburt an - Mami und Papi haben mich darauf trainiert. "Such den Pilz", sagen sie. Und ich finde ihn.
Ich gehe durch den Wald. Nase tief, Pfoten sicher, und plötzlich - halte ich an. Ein Blick zu Mami. Sie weiß Bescheid. Zwei Meter weiter: Papi. Mit dem Messer. Und "zack" - der Pilz wandert in den Korb.
So geht das die ganze Runde, und ich find's super. Ich brauch' noch nicht mal eine Belohnung, denn ich mache mir meinen eigenen Spaß. Halt nicht an, so wie hier fürs Foto. Sondern trabe und deute nur ganz kurz mit der Nase an, wo einer steht. (Immerhin hab' ich im Wald auch noch anderes zu tun!) Da müssen die beiden sich richtig Mühe geben, keinen zu verpassen.
Am Ende riecht der Landy nach Moos, Wald - und Essen. Ich bin dann sehr zufrieden. Auch wenn ich keinen Steinpilz abbekomme.
Denn eins weiß ich: Steinpilze sind köstlich - aber nur für Menschen, die wissen, was sie tun.
Wenn ich sie fressen würde... nun ja. Sagen wir: Marunde könnte mir Glück wünschen, aber besser wäre Arsenicum Album. Lebensmittelvergiftung - das will keiner. Also bleibe ich beim Anzeigen. Beim Finden. Beim Nasenstubser an der richtigen Stelle.

Und wenn wir später alle zusammen am Tisch sitzen und Mami und Papi die Pilze braten, riecht das wie ein Dankeschön.
Ich lege meinen Kopf auf Papis Knie und schnuppere. Glück riecht nach Butter und Wald. Und ein bisschen... nach Schwein.
Euer Boo
🐾
Protokoll:
Arsenicum album C30 oder C200 – bei Lebensmittelvergiftung, Erbrechen, Durchfall, Schwäche –alle 3-12 Stunden nach Bedarf im Akutfall, bis es deutlich besser geht
Anwendung in eigener Verantwortung. Homöopathie ersetzt im Ernstfall niemals die Konsultation eines (Tier-)Arztes.



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