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Der Igel unter dem Lavendel

  • Autorenbild: Boo
    Boo
  • 13. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Oder: Warum auch stachelige Wesen sanft behandelt werden müssen.



Ich habe viele Aufgaben. Rehe im Blick halten. Plüschtiere umsorgen. Mamis Videokonferenzen überwachen. Aber an diesem Morgen… hatte ich eine neue Mission.


Ich roch ihn zuerst. Erde. Laub. Und etwas ganz Eigenes. Ein bisschen wie alte Nüsse. Oder Abenteuer.

Unterm Lavendelbusch, am Rand des Gartens – ein Igel. Winzig. Verletzt. Zitternd.


Ich blieb still. Nicht bellen. Nicht jagen. Nur schauen. Und dann – ganz langsam – Mami holen. Sie folgte mir sofort. Wenn ich so gucke, weiß sie: Das ist wichtig.


Der kleine Kerl hatte eine Wunde am Rücken. Blutig, verkrustet, voller Fliegeneier. Mami fluchte leise.

Dann holte sie das Besteck. Nicht zum Kochen. Zum Retten.


Sie reinigte ihn. Ganz vorsichtig. Ich lag daneben. Unbewegt. Ich spürte: Das hier ist kein Spiel.


Dann kamen die Mittel: Calendula-Tinktur für die Wunde. Arnica C30 fürs Trauma und für die Wunde. Hypericum C200, falls der Kleine starke Schmerzen litt und Nerven verletzt waren.

Und Wärme. Und Ruhe. Und Schutz.


Wir richteten ihm eine kleine Box ein. Mami sagte: „Er darf bleiben, bis er wieder laufen kann.“ Ich legte mich davor. Mein Dienst begann.


Drei Tage lang habe ich ihn bewacht. Ich hab meine Spielsachen leise bewegt. Kein 'Woooo', kein Schwanzkreisel. Nur ab und zu ein Blick hinein. Und ein Seufzer.


Am vierten Tag schnupperte er. Am fünften lief er. Und am sechsten – war er weg.

Ganz still. Einfach weiter.


Ich war nicht traurig. Nur stolz. Nicht jeder Held trägt Fell und Zähne. Manche tragen Stacheln und brauchen Hilfe.

Und ich hoffe, dass das Größte, was man tun kann, machmal ist, einfach da zu sein.



Euer Boo


🐾




Mittelempfehlungen:

Calendula Urtinktur – entzündungshemmend, desinfizierend, zur Unterstützung der Wundheilung – ca. 1 TL in ein halbes Glas idealerweise destilliertes Wasser geben und Wunde mehrfach täglich damit betupfen; bei ruhigeren Wesen auch gerne als Wundauflage


zusätzlich


Arnica C30 – bei Verletzungen (nicht nur stumpfen) und Schmerzen, ebenfalls entzündugshemmend - bei tierischen Patienten 5 Globuli (bei großen Tieren auch 10) entweder in das Trinkwasser geben oder in etwas Wasser auflösen und je nach Zustand des Patienten alle 3-6 Stunden ein paar Tropfen der Flüssigkeit auf die Schnauze träufeln


gegebenenfalls zusätzlich


Hypericum C200 – bei Verletzungen nervenreicher Gewebe und starken Schmerzen, Anwendung wie unter Arnica beschrieben - bei menschlichen Patienten je nach Bedarf eine Gabe, bis die Schmerzen deutlich abklingen


bei (drohenden) Wundinfektionen statt Hypericum C200 alleine


Hypericum C200 + Arsenicum album C200 (HyperArs) - Anwendung wie unter Arnika beschrieben, 2-3x täglich



Anwendung in eigener Verantwortung – bei Wildtieren bitte zusätzlich fachkundige Hilfe einholen.




 
 
 

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